Prinzipien des Zusammenlebens

Die Projektidee des OurHauses ist unser Ausgangspunkt und festigt den Zusammenhalt durch verbindliche Prinzipien. Jedes Mitglied steht in der Verantwortung, dass diese eingehalten werden, um dem OurHaus langfristig eine Perspektive zu geben und als Genossenschaft lebendig zu bleiben.

In der Genossenschaft gilt grundsätzlich, dass jedes Mitglied, unabhängig von den eingebrachten finanziellen Mitteln, das gleiche Stimmrecht hat.

Wir wünschen uns, dass Menschen unterschiedlicher Lebensweisen und -phasen, unterschiedlicher ökonomischer Möglichkeiten und Berufe und unterschiedlichen Alters unter einem Dach einen gemeinsamen, lebenswerten Platz finden und die Gemeinschaft aktiv gestalten.

Das gemeinschaftliche Handeln innerhalb des genossenschaftlichen Wohnprojekts sowie der gemeinschaftliche Besitz stellen eine Alternative zur gegenwärtigen, spekulativen Verwertung des Menschenrechts auf Wohnen dar. Das Fehlen einer Investorenrendite und die Vergemeinschaftung des finanziellen Risikos bieten den Mitgliedern bezahlbaren Wohnraum, Mitgestaltungsmöglichkeiten und langfristige Sicherheit.

Über die interne Solidarität hinaus wünschen wir uns, dass das Projekt mit der Nachbarschaft interagiert und diese aktiv mitgestaltet. Erste Überlegungen sind z. B. die Nutzung des Gemeinschaftsraumes als offenen Projektraum für Initiativen aus dem Viertel oder die Nutzung der Gewerbeeinheit und des Musikraums.

Die Mitglieder beteiligen sich an der Gemeinschaft und tragen nach ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten ihren Teil bei. Dabei ist die aktive Selbstverwaltung und -organisation integraler Bestandteil des funktionierenden Zusammenlebens. Das OurHaus wir erst dadurch lebendig, dass sich seine Bewohner mit eigenen Ideen und Wissen einbringen und mitgestalten und Verantwortung übernehmen.

Ein respektvoller Umgang, Rücksichtnahme und Toleranz sind für uns Grundvoraussetzungen des Zusammenlebens. Eine konstruktive, wertschätzende Gesprächskultur ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Dabei gilt auch, dass bei Problemen die betroffen Personen zunächst direkt angesprochen werden und eine Bildung von Fronten vermieden wird. Falls darüber hinaus selbst die Aussprache in der Gesamtgruppe nicht zielführend ist, werden wir auch externe Schlichter hinzuziehen.